Der Aachener Weihnachtsmarkt

Im Rahmen des Advendkalenders 2013 haben wir euch den Aachener Weihnachtsmarkt vorgestellt - als Bühne und Spielplatz für weihnachtliche Abenteuer in den Schatten. Damit ihr auch im nächsten Jahr eure Runner auf Glühweinjagd schicken könnt, haben wir alle Inhalte dazu hier zusammengefasst. Viel Spaß damit!

Überblick

Der Weihnachtsmarkt in Aachen ist ein Event, das jedes Jahr Jung und Alt an den Dom und zum Rathaus zieht – in die Gassen der Traditionsunternehmen, gastronomischen Betriebe und auswärtigen Händler. Vom 22. November bis zum 23. Dezember werden in der Innenstadt an über 100 Ständen elfischer Naturschmuck aus Pomorya, Handwerkskunst aus dem Erzgebirge und Printen lokaler Hersteller verkauft, dazu Glühwein, Soywürstchen und Spießbraten aus geschmacksechtem Fleischersatz.
Der Markt ist bekannt dafür, dass hier auch magische Gegenstände über den Tisch gehen – Klanggegenstände, Heilkräuter und andere Paraphernalia, einige davon auch unter dem Tresen gehandelt. Dies und einige weitere Schattengeschäfte, die im Gewimmel der Gäste getätigt werden, führten in der Vergangenheit dazu, dass die Organisatoren die Sicherheit des Marktes extern vergeben haben. Schon seit einigen Jahren ist eine Einheit des privaten Sicherheitsdienstes Knight Errant (Tochterfirma des Megakonzerns Ares) während der Weihnachtsmarktzeit für den Bereich zuständig. Neben dem üblichen Einsatzpersonal gehören auch ein Sicherheitsmagier und einige verdeckte Streifen zu diesem Team. In besonderen Fällen können jederzeit Drohnen zur Luftüberwachung und Spezialkräfte hinzugezogen werden. Besonders der Bereich um den Dom wird von Knight Errant überwacht – die heilige Stätte mit der uralten Geschichte ist ein magischer Hotspot und daher gerade in dieser Zeit manchmal unkontrolliert aktiv. Plötzlich steigende Hintergrundstrahlung oder spontane Manifestationen werden von Wachgeistern direkt gemeldet und – wenn möglich – unterbunden.
Für die medizinische Aufsicht wurde dieses Jahr erstmalig BuMoNA angeworben, nachdem der Markt in den letzten Jahren von EuroMedis betreut worden war – beides harte Konkurrenten auf dem Gebiet der privaten medizinischen Versorgung. Diese Entscheidung sorgte schon im Vorfeld für Unstimmigkeiten in der lokalen Politik und bei den Organisatoren. Knight Errant soll jedenfalls ein internes Memo herausgegeben haben, das vor möglichen Sabotageakten durch EuroMedis warnt.
Relativ neu auf dem Weihnachtsmarkt sind einige Anbieter mit sogenannter AR-Ware – Gegenstände, die eigentlich nur in der Augmented Reality existieren und daher prinzipiell keine wirklichen Stände für den Verkauf bräuchten. Studien einiger Wirtschaftsinstitute haben allerdings gezeigt, dass bei traditionellen Festen an manchen Orten die persönliche Kundengewinnung auch bei solchen digitalen Verkaufsprodukten den Umsatz steigen lässt. So halten nun also AR-Lichterketten und AR-Weihnachtsschmuck Einzug auf dem Aachener Markt.

Wichtige Personen auf dem Weihnachtsmarkt

Gernot Schilderer ist der Hauptorganisator des Aachener Weihnachtsmarktes – ein Hans Dampf in allen Gassen. Seinen geschickten Verhandlungen verdankt die Stadt substanzielle Einsparungen bei der Anwerbung des medizinischen Dienstleisters BuMoNA. Gerüchte besagen, dass dabei auch einiges Geld direkt in die Taschen von Schilderer geflossen sei. Zudem hat der noch relativ junge Zwerg die genaue Standvergabe fest in seiner Hand. Auch hier dürfte das eine oder andere Schmiergeld geflossen sein, und einige so verschmähte oder schlecht positionierte Standbetreiber sind nicht sonderlich gut auf ihn zu sprechen.
Derzeitige Einsatzleiterin der Knight-Errant-Einheit auf dem Weihnachtsmarkt ist Luisa Dapino, eine selbstsichere und hoch motivierte Offizierin des Sicherheitsdienstes. Sie steht am Anfang einer glänzenden Karriere und geht daher mit Entschlossenheit und – im Blick auf ihre Aufstiegschancen – einem gewissen Überengagement an diese für sie neue Herausforderung.
Julica Hermanns betreibt schon seit Jahren den Stand von „Mutter Erde Handarbeiten“. Die Elfe sieht mit ihren über 50 Jahren eher wie Mitte 30 aus und sprüht vor Energie. Mit den meisten neugierigen Kunden kommt sie direkt ins Gespräch und zieht die Aufklärung über die Nöte der Erde und Schandtaten an der Natur durch Konzernprojekte jedem Verkauf vor. Man sagt ihr nach, dass sie sich in ihren Pausen öfter im Ratskeller mit anderen Aktivisten bespricht – auch über illegale Umweltschutz-Aktionen im Raum Aachen.
Julicas Erzfeind dürfte Javier Devienne sein. Der smarte Mittvierziger in seinem maßgeschneiderten Anzug betreibt auf dem Weihnachtsmarkt einen Stand mit Leder von Erwachten Tieren. Dies und seine offensichtlichen Kontakte zu einigen skrupellosen Lieferanten von seltenen Lebewesen an Konzernforschungseinrichtungen schütten Benzin in das Feuer zwischen ihm und Julica.
Die drei Elfen um den etwas derben Artur Weiß vom Marzipan-Stand (009) haben von ihren Waren ganz offensichtlich kaum eine Ahnung. Dafür hat man von ihrem Markthäuschen einen hervorragenden Blick auf den Juwelierladen „Caprice“ an der Ecke zur Pontstraße, der in der Weihnachtssaison seinen Hauptumsatz macht und daher besonders viel und kostbaren Schmuck in seinen Tresoren lagert …
Zuletzt soll hier Arne Rasmus erwähnt werden, kurz Ramu genannt. Der in die Jahre gekommene Troll mit dem Alkoholproblem ist schon sehr lange der bekannteste Weihnachtsmann des Marktes. Jeden Tag von morgens an schlendert der ansonsten Arbeitslose mit einem großen Sack voller kleiner, gestifteter Geschenke für Kinder durch die Gassen der kleinen Holzhäuschen und sammelt Spenden für unterschiedliche gemeinnützige Vereine. Ramu ist eine Institution und nicht vom Markt wegzudenken – auch wenn seine Aktivität sich gegen Abend stark auf den Glühwein-Konsum konzentriert. Dafür weiß Ramu vermutlich besser als jeder andere, was derzeit zwischen den Ständen vorgeht.

Einsatzprotokoll 04. Dezember – Knight Errant, Aachen, Weihnachtsmarkt am Dom

10:00 – Standöffnung, Dienstbeginn.

10:02 – Stand 095 meldet, dass ihm angeblich Teile seines Warensortiments fehlen. Standbetreiber verdächtigt seine Nachbarn, Sicherheitspersonal musste kurz einschreiten, um eine größere Handgreiflichkeit zu verhindern. Da keine besonderen Eintragungen während der Nachtwache stattfanden, wird der Fall per Dienstprotokoll an die Polizei übergeben.

10:04 – Stand 111 meldet das Fehlen zweier Bratspieße. Keine Verdächtigen, keine Spuren – auch dieser Fall wird der zuständigen Polizeidienststelle übergeben.

11:35 – Weihnachtsstand 100 hat immer noch nicht aufgemacht – dienstliche Nachfrage an den Betreiber.

12:03 – Taschendiebstahlanzeige. Geklaut wurde ein Kommlink. Fallakte wurde angelegt. Die verdeckte Streife wurde um zwei weitere Einsatzkräfte verstärkt. Luftdrohnenüberwachung angefordert.

12:47 – Rückmeldung des Betreibers von Stand 100 – Stand hat mittlerweile geöffnet. Betreiber stand angeblich im Stau.

13:01 – Stark alkoholisierte Person vor dem Dom in Sicherheitsverwahrung genommen.

13:19 – Zweite Anzeige eines Taschendiebstahls heute. Geklaut wurden ein Kommlink und eine silberne Zigarettendose – vermutlich auf dem nördlichen Katschhof. Die verdeckte Einheit wird zur Aufklärung dorthin verlegt.

14:19 – Büro des Dom-Küsters meldet sich: Im Dom wurden auf dem Barbarossaleuchter zwei Bratspieße entdeckt – nach kurzer Recherche handelt es sich um die vermissten Bratspieße von Stand 111. Da dies der dritte Vorfall solcher Art in elf Tagen ist, wurde die magische Sonderermittlungseinheit benachrichtigt – der zuständige Beamte berichtet von astralen Restsignaturen auf den Spießen. Der Dom wird ab jetzt von der Nachtwache magisch genauer überwacht.

15:59 – Explosion an Stand 050 rief nach Gefahrenprotokoll Sondereinsatzkräfte auf, Standbereich abgeriegelt, mehrere Personen sicherheitshalber festgenommen. Entwarnung um 16:07: Am Stand hatte sich durch unsachgemäße Bedienung nur eine Mischung aus Wasser und Fett entzündet.

16:32 – Einsatzprotokoll Beta-2 aktiviert. Person aus der zentralen Verdachtsdatenbank mit Klassifizierung C-3 von Drohne identifiziert. Person wurde außerhalb des Marktes nach Verlassen des Ratskellers von Spezialkräften ausgeschaltet und inhaftiert.

17:31 – Erneuter Taschendiebstahl – wieder auf dem nördlichen Katschhof. Die Überwachungsdrohnen konnten die Anzahl der Verdächtigen auf vier Personen eingrenzen. Personenbeschreibungen werden an die interne Ermittlung und die Polizei weitergereicht.

18:42 – Lautstarke Meinungsverschiedenheit vor Stand 053. Zwei Einsatzkräfte wurden von Passanten dazugebeten, um die Sicherheit zu gewährleisten. Dank sozialem Eingriff wurden die Parteien (Standbetreiber und ein erboster Kunde (Ingentis)) friedlich getrennt.

18:57 – Motorradunfall am Karlsbrunnen. Offensichtlich angetrunkener Fahrer ist mit seiner außer Kontrolle geratenen BMW Blitzen in Stand 022 gerast. Mehrere Verletzte, BuMoNA wurde sofort alarmiert, der Fahrer versorgt und danach der Polizei übergeben.

21:32 – Schlägerei vor Stand 058. Ingentis-Vorfall, daher Einsatz mehrerer Sicherheitseinheiten. Am Stand wurden insgesamt vier Trolle unter erheblichem Alkoholeinfluss festgenommen, zwei mussten vom Sicherheitsmagier ruhig gestellt werden. Ein Mensch und zwei Elfen kamen in die Behandlung von BuMoNA. Stand 053 musste neu aufgestellt werden.

22:00 – Weihnachtsstände schließen – Dienstantritt der Nachtwache.

Ratskeller Aachen

Der Aachener Ratskeller ist ein Traditionsrestaurant, das in den Zeiten des Weihnachtsmarktes besonders beliebt und stark frequentiert ist. Seine Räume liegen im unteren Stock des Aachener Rathauses – der Haupteingang befindet sich auf der Seite des Marktplatzes (nördlich) gegenüber den Ständen 43 und 44. Nach hinten zum Katschhof verfügt die Gaststätte über eine beheizte Terrasse mit Blick auf den Aachener Dom: Hier stehen nicht nur ein größerer Getränkeausschank (mit dem angeblich besten, auf jeden Fall aber teuersten Glühwein der Stadt), sondern auch mehrere beheizte Tische und Stühle unter einem provisorischen Plastikdach.

Der Ratskeller – ein ordentlich geführtes Lokal mit gutbürgerlichem Essen mit erstaunlich geringem Soy-Anteil – ist besonders bei der oberen Mittelschicht sehr beliebt. Besonders jetzt, in der kalten Jahreszeit, werden zudem Aachener Delikatessen angeboten, wie etwa Sauerbraten mit Lebkuchen. Zudem werden in der Adventszeit hin und wieder einige der abtrennbaren Räumlichkeiten von Vereins- oder Betriebsweihnachtsfeiern belegt. Aus diesem Grund hat die Geschäftsleitung auch die Sicherheit des Restaurants für den Dezember erhöht: Steht sonst nur ein PanicButton zur Verfügung, werden in diesem Monat zwei Knight-Errant-Sicherheitsleute engagiert, die das Lokal im Auge behalten.

Die geschäftliche Leitung des Ratskellers obliegt derzeit Daniel Küppers, einem Ur-Aachener, der sich wie kaum ein anderer in das Geflecht der städtischen Society eingliedert. Es gibt angeblich keinen prominenten Stadtbewohner, dem Küppers nicht schon die Hand geschüttelt hätte, beim Vornamen nennen würde – und dessen Telefonnummer er nicht im Kommlink gespeichert hätte.
Abgesehen davon ist Daniel Küppers auch bekannt dafür, Anlaufpunkt für Leute zu sein, die vor unlösbaren Problemen stehen, und ihnen gegen Bares und geschuldete Gefallen talentierte Leute zu vermitteln, die solche Probleme auf unkonventionelle und meist illegale Art beseitigen. Da er solche Fachkräfte auch an Konzerne vermittelt, finden im Ratskeller an einigen Tischen nicht selten geheime Besprechungen statt – die Küppers natürlich gerne vor den beiden Knight-Errant-Sicherheitsleuten verheimlicht.

Einsatzkräfte auf dem Aachener Weihnachtsmarkt

Heute präsentieren wir ein paar Werte für Einsatzkräfte auf dem Aachener Weihnachtsmarkt. Das hier vorgestellte Sicherheitspersonal für den Aachener Weihnachtsmarkt lässt sich natürlich ohne Weiteres auch für andere Märkte oder Schattenaktivitäten heranziehen.

Privater Wachschutzmann (Knight Errant)

Mensch, Professionalitätsstufe 2

KGRSWLICESS
443332336

Initiative 6 + 1W6
Zustandsmonitor 10
Limits Körperlich 5, Geistig 4, Sozial 5
Panzerung 12
Aktionsfertigkeiten    
Athletik-Fertigkeitsgruppe 2, Bodenfahrzeuge 2, Einschüchtern 3, Erste Hilfe 2, Gebräuche 3, Knüppel 3, Pistolen 4, Waffenloser Kampf 3, Wahrnehmung 2
Ausrüstung    
Brille [Kapazität 3; Bildverbindung, Restlichtverstärkung, Smartlink], Kommlink [Sony Emperor; Gerätestufe 2], Medkit 3, Panzerjacke [12], Plasstahl-Handschellen
Waffen    
Betäubungsschlagstock [Präz. 4 | Reichweite 1 | Schaden 9G(e) | DK -5]
Ares Predator V [Präz. 5(7) | Schaden 6G(e) | DK -5 | HM | 15(s) | Smartgunsystem, Schockermunition]

Privater Sicherheitsmagier (Knight Errant)

Elf, Professionalitätsstufe 3

KGRSWLICMESS
3542543546

Initiative 7 + 1W6
Astrale Initiative 6 + 2W6
Zustandsmonitor 11
Limits Körperlich 4, Geistig 6, Sozial 7
Panzerung 9
Aktionsfertigkeiten
Alchemie 3, Antimagie 4, Askennen 3, Beschwören-Fertigkeitsgruppe 3, Erste Hilfe 1, Gebräuche 3, Knüppel 3, Pistolen 2, Spruchzauberei 5, Wahrnehmung 2
Zauber
Betäubungsblitz, Feinde Entdecken, Heilen, Hellsicht, Licht, Panzerung, Physische Barriere, Unterhaltung
Alchemische Erzeugnisse
Heiltrank [Kraft 5; Wirksamkeit 5]
Gebundene Geister
Luftgeist [Kraftstufe 4, 3 Dienste]
Ausrüstung
Gefütterter Mantel [9], Kommlink [Sony Emperor; Gerätestufe 2], Kontaktlinsen [Kapazität 2; Bildverbindung, Blitzkompensation]
Waffen
Betäubungsschlagstock [Präz. 4 | Reichweite 1 | Schaden 9G(e) | DK -5]

Verdeckter Ermittler

Mensch, Professionalitätsstufe 4

KGRSWLICESS
43(4)4(6)3(4)44434,35

Initiative 8(10) + 1W6
Zustandsmonitor 10
Limits Körperlich 5(6), Geistig 6, Sozial 5
Panzerung 12(13)
Vorteile Unauffälligkeit
Aktionsfertigkeiten
Athletik-Fertigkeitsgruppe 3, Bodenfahrzeuge 4, Computer 2, Einschüchtern 3, Erste Hilfe 3, Feuerwaffen-Fertigkeitsgruppe 5, Gebräuche 4, Knüppel 4, Schleichen 5, Überreden 3, Verkleiden 3, Waffenloser Kampf 4, Wahrnehmung 4
Bodytech
Cyberaugen [Stufe 2; Blitzkompensation, Restlichtverstärkung, Smartlink], Datenbuchse, Reaktionsverbesserung 2; Muskelstraffung 1, Muskelverstärkung 1, Orthoskin 1
Ausrüstung
Kommlink [Renraku Sensei; Gerätestufe 3], Plasstahl-Handschellen, Sack mit Süßigkeiten, Weihnachtsmannkostüm [12]
Waffen
Totschläger [Präz. 5 | Schaden 6K]
Defiance EX-Shocker [Präz. 4 | Schaden 9G(e) | DK -5 | EM | 4(m)]
Browning Ultra-Power [Präz. 5(6) | Schaden 8K | DK -1 | HM | 10(s) | Lasermarkierer]

Runs im Advent

Wie du mir …

EuroMedis ist sauer: Jahrelang hat der Medizinkonzern einen guten Job bei der Sanitätswache auf dem Weihnachtsmarkt gemacht, nur um jetzt durch seinen härtesten Konkurrenten BuMoNA ersetzt zu werden. Das lässt er natürlich nicht auf sich sitzen und engagiert ein Runnerteam, um auf dem Markt für eine erhöhte Unfallrate zu sorgen und die BuMoNA-Leute bei ihrer Arbeit zu behindern. So kommt es, dass in den letzten Tagen öfter Glatteisflächen entstanden oder Lebensmittelvergiftungen auftraten, während BuMoNA Einsatzrucksäcke und Medikamente abhandenkommen oder sie bei ihrem Weg durch die Menge zu den Verletzten behindert werden.
Ralf Westerbach reicht es nun – er hat eine Ahnung, was los ist, und kontert mit gleichen Mitteln. Er heuert die Runner an, um den BuMoNA bei seiner Arbeit zu unterstützen, die Sanitäter zu sichern und den Markt im Auge zu behalten, um ein mögliches anderes Runnerteam auszuschalten – auch weil hier Menschenleben von Unbeteiligten in Gefahr sind. Als größeres Problem dabei entpuppt sich bald, dass einige der Knight-Errant-Leute offensichtlich eine kleine Zusatzprämie von EuroMedis erhalten haben – und sowohl dem BuMoNA als auch den Runnern das Leben schwer machen, wo es nur geht. Wenn es den Runnern allerdings gelingt, das gegnerische Team aufzuspüren und zu neutralisieren, BuMoNA vor Übergriffen zu schützen und vielleicht sogar Beweise gegen die gekauften KE-Leute zu sammeln und sie der hochengagierten Einsatzleiterin Luisa Dapino vorzulegen, könnte es doch noch eine ruhige Weihnachtszeit auf dem Markt werden.

Ein verschwundenes Präsent

Samuel Bertram hat ein Problem – und zwar ein gewaltiges: Der junge Matrixingenieur hat aus seiner Firma Modern Ideas, einer direkten Tochterfirma des japanischen Megakonzerns Mitsuhama, den Prototyp einer neuen Pilotsteuerungssoftware für Suborbitalflugzeuge gestohlen. Das Programm ist in den richtigen Händen Millionen wert, und Bertram hatte vor, mit dem Nebenverdienst durch den Verkauf an einen Konkurrenten von Mitsuhama (dem Megakonzern Evo) sein Konto aufzustocken.
Die Datei trug er gesichert auf seinem Kommlink bei sich, als er morgens auf dem Weihnachtsmarkt ankam – viel zu früh für seinen Termin am Abend mit dem Mittelsmann von Evo. Während seines Bummels durch die Stände wurde Bertram allerdings Opfer von Taschendieben, die ihm das Kommlink und damit auch die Datei stahlen.
Bertram rief daraufhin seinen guten alten Bekannten, den Besitzer des Ratskellers Daniel Küppers, an. Und der organisierte ihm Hilfe: das Runnerteam. Die Runner müssen dafür schon vor Ort in Aachen gewesen sein (vielleicht selbst als Kunden auf dem Weihnachtsmarkt, vielleicht als Endpunkt eines anderen Runs), wo sie einen Eilauftrag ihres Schiebers bekommen. Bei einem kurzen Treffen im Ratskeller gegen Mittag erklärt Bertram die Auftragsparameter: Das Team soll die Taschendiebe finden und sein Kommlink sicherstellen – und zwar bevor diese sein Kommlink zurücksetzen und die Datei löschen (oder sie gar finden), und bevor abends der Käufer von Evo auf dem Markt auftaucht.
Es beginnt nun eine Suche, bei der die Runner unterschiedliche Möglichkeiten haben, die Taschendiebe aufzuspüren. Ob sie das Knight-Errant-Einsatzprotokoll und damit deren Ermittlungsakte zur Taschendiebbande organisieren, ob sie sich zielsicher zum Weihnachtsmann Ramu durchfragen oder ob sie selbst die Diebe ködern bzw. den Markt observieren, bleibt ganz ihnen überlassen. Die Situation gewinnt an Spannung, als vor Ort ein verdecktes Einsatzteam von Mitsuhama auftaucht, das ebenfalls die verschwundene Datei und Samuel Bertram sucht, der sich immer noch auf dem Markt befindet und nun versteckt werden muss (er muss vor Ort bleiben, da er der einzige Ansprechpartner für den Kontakt von Evo ist – das war eine Bedingung für die Übergabe).
Die Taschendiebbande ist übrigens eine orkische Gang, die sich in Weihnachtsmarktkostümen an der privaten Habe der Aachener bereichert – ihr Hauptquartier ist der Stand für „Orkische Küche“. Letztlich bleibt es der Fantasie des Spielleiters und der Vorgehensweise der Runner überlassen, ob sie im Geheimen und nur mit einer kleinen Keilerei am Orkstand zum Ziel kommen oder sich eine handfeste Schießerei mit dem Mitsuhama-Team liefern müssen.

Geschenkt ist noch zu teuer

Javier Devienne vom Stand mit dem Leder von Erwachten Tieren handelt unter der Hand auch mit verbotenen Substanzen und Telesma. Derzeit wartet er auf eine größere Lieferung illegaler Waren, die er dann einem Kontaktmann auf dem Weihnachtsmarkt im Geheimen übergeben will.
Sein Problem, von dem er noch gar nichts weiß: Der Deal ist auch einem bekannten Taliskrämer (dem Hermetiker Sascha Prenner) in Aachen bekannt – der seinerseits ein Auge auf die Ware geworfen hat. Er engagiert die Runner im Ratskeller für einen Überwachungsjob: Sie sollen den Markt im Auge behalten und schauen, wer wohl magische (und illegale) Ware verschieben könnte und hier zwielichtige Geschäfte abwickelt. Prenner weiß nämlich leider weder, von wem die Ware kommen wird, noch, an wen die Ware geht. Seine Einsatzparameter an die Runner: die Ware am besten noch vor der Übergabe abgreifen und an ihn übergeben.
Während die Runner also alle Stände mit magischen oder Erwachten Waren im Auge behalten, taucht ein offenkundig zweites Team auf dem Markt auf: ein paar radikale Umweltschützer, bewaffnet und gewaltbereit, die ihrerseits den Deal aufhalten und verhindern wollen. Sie wurden von Julica Hermanns auf die Machenschaften aufmerksam gemacht – aber im Gegensatz zu den Runnern wissen sie sehr wohl, wen sie beobachten müssen.
Gehen die Runner diesen offensichtlich merkwürdigen Leuten nach, kommen sie bald sowohl auf Javier Devienne und geraten vermutlich auch mit Julica Hermanns zusammen, der es nicht um die Sicherstellung der Ware geht (eine Palette wertvoller Bonzo-Papagei-Eier in einer kleinen Brutbox), sondern darum, Devienne und seinen Geschäftspartnern das Handwerk zu legen. Als diese ebenfalls auf dem Markt auftauchen und sich als skrupellose Straßengang entpuppen, die die Ware nur als Boten in Empfang nehmen sollen (um sie zu einer Forschungseinrichtung in den Ruhrplex zu bringen), geraten die Runner bei ihrem Auftrag zwischen die Fronten – besonders, wenn die engagierte und sympathische Hermanns an ihr Gewissen appelliert und versucht, sie auf ihre Seite zu ziehen, was Sascha Prenner natürlich wiederum nicht gutheißen kann.

»Hoi Chummer, Willkommen in den deutschen Schatten.«